Wie Sonia nach Berlin kam

Ich hatte kürzlich meine Wohnung an eine Spanierin untervermietet, die in Berlin ein Praktikum machen wollte. Bisher lebte sie in London und Brighton, weil sie dort studiert hatte. Die erste Woche war für sie besonders stressig, da sie behördliche Erledigungen tätigen und sich nebenbei auf den neuen Job in einer neuen Stadt einstellen musste. Für einen Vertrag mit deutschen Mobilfunkanbietern fehlte ihr die Zeit und die Übersicht, da sie noch kein deutsch spricht. Um in den ersten Wochen Abhilfe zu schaffen, empfahl ich ihr, sich erstmal eine virtuelle Nummer anzulegen; so wäre sie in Deutschland problemlos erreichbar und sehr früh Berlinerin geworden. Wenn sie dann nach dem ersten Arbeitsstress Zeit und Muße hätte, könnte sie sich in Ruhe Verträge und Tarife anschauen und entscheiden, welcher der Richtige für ihre Bedürfnisse ist. Das tat sie aber nicht und bekam so zunehmend Schwierigkeiten, Absprachen und Termine bei z.B. Ämtern einzuhalten; teilweise war sie überhaupt nicht zu erreichen. So geschah es, dass sie Termine verpasste und das Chaos nur größer wurde. Ich glaube, dass passiert vielen, die zum ersten Mal nach Berlin kommen und dann ziemlich lost in translation sind. So einfach und flexibel wie wir Facebook auf jedem Gerät nutzen, so einfach sollte es auch sein, Mobilfunknummern auf jedem beliebigen Gerät nutzen zu können.

Danke Frank B. für deine Geschichte!

2018-03-16T14:28:45+00:00